Ja, wer hätte das gedacht. Kinder halten einen nicht ewig die ganze Nacht wach. Nach einer gewissen Zeit, genügen sie sich darin, um 6 Uhr morgens vorm eigenen Bett zu stehen.
Wenn Luther es nicht schafft uns aufzuwecken, versucht er unter unsere Billerbeck Decken zu kriechen, um zu kuscheln. Meistens schläft man da schon nicht mehr und tut nur so, weil es einfach die schönste Art ist geweckt zu werden. Besser jedenfalls, als eine viertel Stunde später von einem Digitalwecker aus dem Schlaf gerissen worden zu sein.
Wenn unser Junge brav war oder schlecht geträumt hat, darf er auch manchmal die ganze Nacht bei uns schlafen. Er fühlt sich sehr sicher dort und schläft immer schneller ein, als wenn wir abends neben seinem eigenen kleinen Bettchen sitzen, um ihm noch eine Geschichte vorzulesen. Obwohl der Tag für ein Kind, bei all den neuen Sachen die es entdeckt, sehr anstrengend sein muss, schläft er selten von alleine ein, während wir ihm vorlesen. Das Einzige was wirklich hilft, ist, wenn er am Wochenende den ganzen Tag im Garten herumlaufen und toben kann. Nach einem Nachmittag in seinem Spielhaus, ist auch für ihn irgendwann freiwillig Schicht. Wir hoffen nur, dass er im Schulalter spätestens alleine schlafen kann, denn wenn er auf Schülersprachreisen ist, muss er da ohne uns durch.
Das er bei uns besser schlafen kann, liegt natürlich nicht nur an unserem Bett. Als er während des Urlaubs im Allgäu auf unserer Schlafcouch lag, brauchte er ebenfalls keine drei Minuten bis zum Einschlafen. Wir schätzen, dass es zum einen natürlich an unserer Nähe liegt, zu anderen aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass so ein Erwachsenen Doppelbett für ein Kind eine riesige weiche Insel ist. Wie auch immer, wir sind froh, dass es so ist. Denn auch wenn er noch klein ist, werden wir uns noch früh genug davon entwöhnen müssen.